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„Grazie – Amore – Stromboli“

Tourenbericht Lipari 4/2011

Inselwandern auf den Liparischen Inseln vom 16.4.11 bis 25.4.11

 „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,/ Im dunklen Laub die Goldorangen glühn, / Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, / Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, / Kennst du es wohl? / Dahin! Dahin / Möchte ich mit dir, o mein Geliebter ziehn!“

Warum beginnt dieser Tourenbericht mit Goethe?  Was haben die Erlebnisse der DAV-Tour Inselwandern auf den Liparischen Inseln mit der ersten Strophe seines „Mignon-Liedes“ zu tun? Ganz einfach: Wir fühlen mit ihm, dem Altmeister der Italien-Sehnsucht! Jetzt, nach der Tour, umso mehr. Und das kam so:

Am 16.April finden sich alle 22 am Frankfurter Flughafen ein, um mehr oder weniger reibungslos einzuchecken. In den riesigen Hallen des Flughafens sind bereits vereinzelte italienisch gerufene, nein: gesungene Worte – irgendetwas mit amore -  zu hören, Fragmente eines Liebesliedes (?). Sie werden in den nächsten Tagen noch oft zu vernehmen sein, entstammen sie doch der noch rasierten Kehle des Capo di Gruppo, unseres Helmuts.

Den Hinflug nach Catania, Sizilien via Mailand kann man kurz abhandeln: ein reibungsloser Flug in die Sonne mit wunderbarem Blick auf die verschneiten Walliser Alpen. Kofferausgabe und Bustransfer zum ersten Hotel in Acireale auf Sizilien klappen, und nach einem kurzen Gang durch die noch regennasse Altstadt gibt es im tollen Hotel unser erstes italienisches Abendmenu. Hier wie an allen folgenden Tagen besteht es aus dem ersten Gang (nicht nur primo, sondern fast immer prima), der Pasta. Danach gibt es als Secondo Fleisch oder Fisch oder Meeresfrüchte. Zum Dessert empfiehlt der Küchenchef heute: Gello di cannella, eine Art braune Götterspeise mit Zimtaroma, nach der sich an den Folgetagen nicht alle zurücksehnen.

Den 17. April, Palmsonntag, lugt die warme Sonne durch anfangs graue Wolken. Ab sofort wird sie uns jedoch alle Tage die Treue halten, abgesehen vom letzten, den wir ohnehin nur auf Flugplätzen verbringen werden…

Heute aber frühstücken wir mit großartigem Blick auf die Straße von Messina, wobei besonders die zahlreichen Eier-Zubereitungen hervorzuheben sind, denen Georg – „Giorgio“ – eine überraschende rohe Variante hinzufügt. Die einfachen Rezepte sind doch die besten.

Da noch gut Zeit ist, bis unser Boot geht, organisiert Helmut, nicht ohne mehrmals laut etwas mit „Grazie“ in den südlichen Himmel zu rufen, eine Bustour in die Alcantara-Schlucht. Hier ist in einem Bergbach basaltische Lava zu quer liegenden Säulen erstarrt. Fast wie Helmut, der sich ins kalte Wasser traut, in dem er sogar – fast – baden geht. Corinna räumt unterdessen das Bachbett etwas auf. Gut, dass Judith ihrem Chef ihre Handynummer dagelassen hat. So kann er sie anrufen, um ihr zu sagen, dass sie jetzt beruhigt Urlaub machen kann.

Schließlich setzen wir nach Lipari über, der ersten Station unseres Inselspringens, beziehen das schöne Hotel. Spontan bilden sich die ersten Gruppen in den Enoteken der Altstadt, allen voran die Limoncello-Fraktion (Salute, Gabi!), lautstark unterstützt von Karins trickreichem Rückwärtslachen.

Wer den Reisebericht bis hierher gelesen hat, muss sich fragen: Was bringt die Mainzer Sektion des DAV (nein! Hier sparen wir uns den Kalauer!) dazu, eine offensichtlich derart dem Spaß dienende Vergnügungsfahrt zu veranstalten? Nun, nach dem ersten Tag, nach Prosecco, Dolce Vita, nach dem hervorragenden Abendessen, bei dem nur der Speisefisch eine dicke Lippe riskiert, fragt man sich das zu Recht. Aber:

Schon am nächsten Tag, dem 18.4., packen wir die Wanderstöcke aus. Helmut heftet demonstrativ den grünen Wimpel an den Rucksack. Heute wird es zum ersten Mal ernst: Wir wollen unseren ersten Berg besteigen: Vulcano.

Mit der Fähre setzen wir in einer halben Stunde auf die Nachbarinsel über. Hier sind v.a. am Kraterrand des tätigen Vulkans, dessen ca. 400 Höhenmeter durch tiefe Vulkanasche wir in kaum 2 Stunden besteigen, unzählige Fumarolen aktiv: gelb verkrustete Erdspalten spucken röchelnd schwefligen Dampf aus, der in dicken Wolken aufsteigt und vom wechselnden Wind vertrieben wird. Die ganze Insel müffelt, aber keiner bleibt vom Anblick dieser Urlandschaft unberührt. Viele sitzen nur da und schauen, andere hört man irgendetwas rufen: „Grazie – Amore“. Wir können es nachfühlen. Nach dem Abstieg, einer ausgedehnten Pause am alten Hafen steht etwas ganz Besonderes auf dem Programm. Wir wandern zu den warmen Fangotümpeln Vasca di Fanghi. Hier kann man seit 11 Jahren in den Überresten eines geothermischen Bohrexperiments seine Haut mit schwefligem Schlamm zuerst verunstalten, um danach – optisch um Jahre verjüngt (olfaktorisch um Jahrzehnte gealtert) – den Fluten zu entsteigen. Säubern muss man sich anschließend im heiß durchblubberten Meer. Umziehen muss man sich allerdings im Freien vor einer Schar neugieriger Zaungäste, den ersten Zeugen eines frappanten Verschönerungseffekts (schade, Atta).

Dank der selbstlosen Hilfe eines einheimischen freien Mitarbeiters mit mutmaßlich preußischen Vorfahren in Porto di Levante gelingt es wirklich allen 22 an Bord der Fähre und damit zurück nach Lipari – manche sagen schon „nach Hause“ – zu gelangen. Abends dann Risotto als Primo, Tintenfischteile als Secondo, allerdings ist für manche vorher finito.

Den Schwefelduft übrigens haben wir noch tagelang in den Nasen und Kleidern.

Am Dienstag, dem 19.April, steht eine lange, anstrengende Wanderung auf dem Programm; früh geht es nach Salina, der nordwestlichen Nachbarinsel. Salina ist ein ruhender Zwillingsvulkan. Der höhere der beiden, der Monte Fossa delle Felci, bildet den höchsten Punkt aller äolischen Inseln, wie die Liparischen auch genannt werden. Er ist 962 Meter hoch. Das Besondere an Salina: Die Insel ist vollständig bewachsen, ein Botanischer Garten von großem Reiz. Uta ist in ihrem Element, doch plötzlich alarmiert sie mit ihrer Not(!)signalpfeife die ganze Gruppe, hat sie doch tatsächlich auf allen Vieren im Unterholz einen Zistrosenwürger auf frischer Tat ertappt, zweifellos für alle d e r  Höhepunkt der Reise. Noch Tage später kollabieren immer wieder an sich starke Naturen beim Anblick kleiner feuerroter Knöllchen.

Nicht nur wollen wir heute den höchsten Punkt der Insel besteigen, wir wollen Salina von Osten her überschreiten und uns von einem Privatboot am Nachmittag nach ca. 6 Stunden wieder in Rinella aufsammeln lassen.

Der Sentiero ist überraschend steil, glitschig und wirklich nur im Aufstieg zu empfehlen. Es ist sehr warm und die Gruppe zieht sich weit auseinander, sodass sich knapp unter dem Gipfel nach und nach alle einfinden, bis mit Stefans, Rolands und Heidepeters Hilfe alle vereint sind. Und hier lassen sich leider viele auf ein uns von Helmut förmlich aufgedrängtes Spiel ein, bei dem es zu der einzigen kritischen Szene der Reise kommt: Dass der komplizierten Choreografie aus rhythmischem Klatschen, Bücken, Eindrehen und Aufrichten in strenger Kreisformation nicht alle sogleich folgen können, ist das Eine; dass aber die einzigen beiden Lehrer gezielt und mit böswilliger Absicht derart verwirrt werden, dass sie nicht mehr folgen können, legt einen Schatten auf die ansonsten p r i m a Stimmung der gesamten Exkursion. Das Spiel (ab jetzt von einigen „Lehrer raus!“ genannt) wird denn auch nie wieder ernsthaft vorgeschlagen.

Der Abstieg nach Rinella hinunter zum Hafen durch sonnige halbverfallene, üppig grünende Terrassen auf alten Maultierwegen ist wunderschön. Zu Recht steht seit 1983 die gesamte Insel unter dem Schutz der UNESCO. Im ersten Ort fällt die ganze Gruppe in eine Gelateria ein, am Hafen besteigen wir mit den beiden Busfahrern Heidepeter und Karin das Boot und unter ahnungsvollen „Stromboli“-Rufen des erleichterten Capo bringt uns Annika mit blond erhobenem Haupt zurück durch die felsigen Untiefen des tyrrhenischen Meeres nach Lipari. Was für ein Tag!

Aus Platz- und anderen Gründen lassen wir den anschließenden Prosecco-Pool-Treff aus. Nur so viel: Gruppen bilden sich ständig, aber immer mit anderer Besetzung, ein gutes Zeichen.

Am Abend, als auch Lena und Christoph von ihrer Vespa-Extratour zurück sind, gibt es Pasta mit Tonno und Capperi nebst einem Vortrag über die natürlich aphrodisische Wirkung der Kapern (Helmut will die Ergebnisse seiner Selbstversuche im nächsten Heft veröffentlichen).

Der Mittwoch, der 20.4., lässt sich kurz zusammenfassen: Wir wechseln Insel und Quartier. Früh heißt es, am Hafen zu sein, und schon um halb elf landen wir auf der Isola di Stromboli. Wir beziehen das sicher schönste Hotel der Insel, weiße Kuben, terrassenförmig an die schwarze Steilküste geschmiegt. Postkartenidylle, dazu das passende Wetter, Heike und Corinna als Badenixen – wenn das nix ist. Der aphrodisierte Helmut singt von verschiedenen Terrassen aus sein „Grazie Amore Stromboli“ in den Äther. Wir brechen nachmittags auf zum berühmtesten Aussichtslokal der Insel, zur Pizzeria all’Osservatore am Punto Labronzo. Von hier und einem in 450 Metern Höhe gelegenen Aussichtspunkt aus schauen wir gebannt der Verdauungstätigkeit des aktivsten(!) europäischen Vulkans zu. In der Dämmerung sieht man rot glühende Fontänen am Gipfel. Die basaltischen Brocken landen polternd und prasselnd auf der Sciara del Fuoco, der Feuerstraße, die eine gigantische abschüssige Geröllfahn ist. Viele der ausgespieenen Steine landen über tausend Meter tiefer im Meer, wo sich allabendlich eine bunte Flotte von Touristenbooten einfindet, um an dem Schauspiel teilzuhaben. Heute sitzen wir hier abschließend alle vereint im Saal der Pizzeria, morgen, am 21.4., wollen wir ganz hinauf auf unseren dritten Vulkan, den aufregendsten!

Der Donnerstag ist ein guter Tag mit stabilem Wetter, leichtem Wind und Sonne. Ein kleines Boot bringt uns mittags in zwei Schüben auf die andere Inselseite nach Ginostra. Helmut tritt die Leitung an Antonio, unseren obligatorischen einheimischen Guide ab, der per Telefonino und Walkie-Talkie sage und schreibe zehn weitere geführte Gruppen koordinieren wird, und zwar so gut, dass wir von den vielen anderen Strombolitouristen so gut wie nichts mitbekommen.

Nachmittags um halb vier geht es mit Helm los; Helmut hat Antonio glücklicherweise überredet, mit uns einen schon länger nicht mehr benutzten Aufstieg einzuschlagen („Siamo un Club A L P I N O  ! “ ): durch die von Macchia überwucherte Westflanke. Hier einen Weg zu finden, gelingt nur einem wirklich Ortskundigen. Meterhoher Binsenginster, Wermutsträucher, Dornengestrüpp aller Art machen nicht nur Andrea stundenlang Schwierigkeiten, einen Durchschlupf zu finden. Dazwischen tauchen bis in große Höhe immer wieder Überreste alter Weinbauterrassen auf.

Antonio schlägt ein zivilisiertes Tempo an, dem alle folgen können Er telefoniert und spricht mit krächzenden Gesprächspartnern abwechselnd, dabei bei bester Laune gehalten von Cristina, die prompt eine interessante Stelle angeboten bekommt (schade, Atta). Als allmählich die Sonne untergeht, erreichen wir nach drei Stunden die erste ebene Stufe, das Valle della Luna, über 800 Metern über dem Meer und machen ausgiebig Rast. Knappe 100 Meter höher lassen wir uns gegen acht Uhr in der Abenddämmerung auf dem Kraterrand, der an eine Seitenmoräne erinnert, nieder, werden still – und warten. Denn nur wenige Meter unter uns in nur ca.100m Entfernung gluckert, qualmt, röchelt es aus mehreren Fumarolen. Ein kleiner rauchender Kegel erinnert stark an den Lummerlandvulkan in Augsburg. Aus anderen wild dampfenden Löchern – wie offene Riesenkanaldeckel –  leuchtet es von unten gespenstisch rot. Ab und an faucht es, selten knallt es; insgesamt zeigt er sich ruhig und entspannt wie wir, während es um uns, ohne dass wir das bemerkt hätten, dunkle Nacht geworden ist. Mehrmals wird unser gebanntes Warten belohnt: Dann entfesselt der Stromboli ein kurzes, aber heftiges Feuerwerk. Kleine tropfende Fontänen sind dabei, aber auch rauschende Feuerregen, alles in Gelb und Rot. Nach einer kurzen Stunde beginnt der Abstieg durch weiche, pulverschneeähnliche, allerdings schwarze Asche: ein Stirnlampenwurm auf dem Weg hinunter ins Warme. Fast allen ist nach zwei Stunden Abstieg klar: Bei einem Bier oder Wein (dazu den Proviant aus Juttas Rucksack) müssen wir das gerade Erlebte nachklingen lassen. Was für eine Nacht!

Zum Karfreitag, dem 22.4., werden wir wieder in unserem schönen Hotel Filadelfia in Lipari erwartet. Der Scirocco lässt die Überfahrt mit Zwischenstopp auf der Insel der Reichen, Panarea, zuerst etwas unruhig werden, aber heute steht keine Tour auf dem Programm. Alle ruhen sich aus, gehen auf dem Corso bummeln und halten den Ball gaaanz flach. Zum Abendessen gibt es gefüllte Tintenfische für alle, wobei einige, zum Beispiel Christof, zwei essen dürfen (oder drei?).

In Lipari feiern die Einheimischen – weitgehend unter sich, da hier ja noch „Winter“ ist, wie man auch an den dicken Jacken der Liparer sehen kann – Ostern mit besonderen Bräuchen. Am Karfreitagabend gibt es eine Messe im Dom mit anschließender Prozession durch die Gässchen der Stadt. Der Passion Christi wird durch schwere lebensgroße Holzfiguren, getragen von stolzen Männern, gedacht. Alle sind auf den Beinen und viele von uns sind dabei.

Den Ostersamstag, 23.4., werden wir die Insel grob in Süd-Nord-Richtung durchqueren. Zunächst bringt der Bus uns nach Quattropani. Wir besichtigen aufgelassene Kaolin-Brüche, die in allen denkbaren Erdfarben leuchten, wandern an schweflig stinkenden Fumarolen vorbei zur Steilküste (Quattrocchi – vier Augen bräuchte man!) durch gelbe, rote und blaue Blumenmatten. Der Bus bringt uns ein zweites Mal in der Mittagshitze zur nächsten Station, unserer Bar, in der wir Pause machen. Susanne hat mit einer Gruppe Gleichgesinnter die sportliche Variante gewählt, findet aber auch so zu unserer Bar. Am nächsten Aussichtspunkt, der Chiesa Vecchia schafft es ein Trüppchen tatsächlich, eine alte Lokomotive in Gang zu setzen, und zwar mitten auf dem Kirchplatz. Das alberne Lehrer-raus-Spiel bleibt uns zum Glück erspart. Der Weg nach Acquacalda ganz im Norden, malerisch zwischen einer rostigen Bimsförderanlage und einer Bar Aurora gelegen, erweist sich am Ende als eher ermüdend, weil asphaltiert. Nach der nötigen Granita im Aurora handelt Cristina für die Rückfahrt einen Bustarif von 1€ pro Person aus, und bald hat uns der Hotelpool wieder. Ein Weilchen später stellt Sabine mit Schrecken fest, dass sie im Bus ihr Portemonnaie verloren haben muss, mit Ausweis und Scheckkarte. Und während es für uns Liebhaber von Meeresgetier zum Abend ein wunderbares Risotto gibt, danach einen schönen und schmackhaften Fisch, kommen Roland und Sabine glücklich mit dem wiedergefundenen und noch vollständig gefüllten Portemonnaie ins Hotel zurück.

Für den letzten „richtigen“ Tag, den Ostersonntag, den 24.4., gibt es drei Programmangebote, die von jeweils etwa gleich vielen gewählt werden: Obsidiansuche oder Bootsausflug oder Archäologiemuseum. Der Bootsausflug startet am alten Hafen, führt in langsamer Fahrt zum südwestlichen Küstenabschnitt mit ihren Steilabbrüchen, Felsentoren, Säulen usw. Dann bringt der Bootsmann unsere Gruppe nach Vulcano, wo eine gute Stunde Zeit ist zum Baden oder für die Teilnahme am sonntäglich entspannten italienischen Strandleben. Zurück auf Lipari kommen wir gerade recht zur zweiten Osterprozession, für die sich alle Inselbewohner, wie es scheint, in Schale geworfen und am alten Hafen eingefunden haben. Der Höhepunkt des feierlichen Osterumzuges ist ein sagenhaft lautes Tagesfeuerwerk. Es wird vom Pier aus von Hand gezündet. Der Mann mit der Fackel überlebt überraschenderweise sein eigenes Feuerwerk, besteigt am Ende ein Boot und fährt davon.  

Fast unbemerkt hat sich unterdessen eine gewisse Melancholie bei uns breit gemacht, denn heute ist unwiderruflich der Tag des Abschieds gekommen: Um halb fünf soll uns das Boot nach Sizilien zurückbringen. In Acireale werden wir kaum mehr als die Nacht auf den 25.4. verbringen, um am Ostermontagmorgen in Catania einzuchecken.

Und so geschieht es auch. Allerdings hat der hervorragend planende Helmut noch einen letzten Leckerbissen für uns in petto, sozusagen ein Osterei sondergleichen. Die bekanntesten Fernsehserien im deutschen Fernsehen gab oder gibt es auch in Italien, z. B.  Tutti Frutti oder auch das Dschungelcamp. Die Location der italienischen Fassung ist tatsächlich das Viersternehotel Aloha (he?) in Acireale. Und so wundert es nicht, wenn in den weitläufigen Fluren des enorm stilsicher eingerichteten Albergo der verzweifelte Ruf „Ich bin ein Star, HOLT MICH HIER RAUS!“ gehört wurde.

Das letzte Frühstück nehmen wir in der schick gestalteten Hoteldisco zu uns, wo unser Roland einer Italienerin, die ihm spontan zu Füßen sinkt, unter irgendeinem medizinischen Vorwand mitten auf der Tanzfläche den Fuß massiert. Der Ehemann der Ausgewählten bedankt sich auch noch mehrfach. Das ist der Beitrag des DAV zur Völkerverständigung.

Der Rest ist schnell erzählt: Einchecken, Sicherheitsüberprüfung etc sind in Catania italienisch gründlich. Jürgen trinkt dann im Flugzeug seinen Liter Pampelmusensaft direkt aus dem Rucksack. Nach einem Zwischenstopp in Rom erreichen wir spätnachmittags Frankfurt, unsere Koffer warten schon(!) und wir verabschieden uns in der Ankunftshalle, dann noch einmal auf dem Bahnsteig, später im Zug wieder, dass es eine wahre Freude ist. „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“

Grazie Amore Helmut!

Es war nur schön!

 

Leitung: Helmut Spoo
Expeditionsarzt: Roland
Dolmetscherinnen: Anke, Cristina
Sherpas: Heidepeter, Stefan
Teilnehmer: Lena, Christoph, Uta, Schorsch, Karin, Heidepeter, Andrea, Heike, Sabine, Gabi, Susanne, Atta, Corinna, Jutta, Annika, Judith
„Embedded Journalist“: Jürgen

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